Aktien-Tipps: 2022 mit Erfolg Geld an der Börse anlegen

Investieren in Aktien - wenig rentablere Anlageformen am Markt

Mittlerweile ist es eigentlich unerklärlich, warum Aktien von vielen Bundesbürgern noch immer stiefmütterlich behandelt werden. Selbst der Staat nimmt Aktien bei der Altersvorsorge aus, während zum Beispiel Sparen in Fonds, über eine private Rentenversicherung oder mittels eines Banksparplans durch die Riester-Rente gefördert werden. Dabei zählen Aktien zu den rentabelsten Geldanlagen überhaupt, wenn man einmal von äußerst spekulativen Finanzprodukten absieht.

Zahlreiche negative Vorurteile über Aktien

Ein Grund dafür, dass bisher nicht einmal ein Drittel aller volljährigen Bundesbürger in der Vergangenheit oder aktuell Wertpapiere im Depot hatte, sind sicherlich Vorteile und auch missverständliche Berichte in den Medien, was das Thema Aktien betrifft. So ist es nicht ganz unerklärlich, dass viele Menschen mit Aktien folgende negative Aspekte verbinden:

  • Oft hohe Kursverluste in kurzer Zeit
  • Nur zur Spekulation geeignet
  • Hohes Insolvenzrisiko bei Aktiengesellschaften
  • Börsen sind sehr volatil
  • Handel nicht immer möglich

Die meisten dieser Annahmen sind komplett falsch. Dazu gehört zum Beispiel, dass Aktien nur zur Spekulationszwecken genutzt werden können. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, die Wertpapiere über Jahrzehnte hinweg im Depot zu haben und somit äußerst langfristig zu investieren. Zwar gibt es immer wieder Kurseinbrüche bei bestimmten Aktien oder die Börse befindet sich mehrere Monate in einer Baisse (Abwärtstrend). Die Corona-Krise hat allerdings sehr eindrucksvoll gezeigt, dass es meistens schon kurze Zeit später wieder deutlich bergauf geht. So notierte der DAX trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs im 2. Quartal des vergangenen Jahres sogar über seinem Höchstwert vor der Coronakrise.

Aktien weisen eine durchschnittlich hervorragende Rendite auf

Kommen wir nun zu den Fakten und positiven Eigenschaften, von denen Aktien eine ganze Reihe besitzen. Das stärkste Argument für die Wertpapiere ist sicherlich die durchschnittlich überproportional hohe Rendite. Dabei handelt es sich um einen beweisbaren Fakt und nicht um ein Werbeversprechen von Aktiengesellschaften, auch wenn es immer gilt, einzelne Sektoren oder Einzeltitel zu betrachten. Natürlich kann es sein, dass Sie mit verschiedenen Aktien auch über lange Sicht hinweg nur Verluste erleiden oder der Ertrag sich in engen Grenzen hält. Man muss allerdings den Durchschnitt betrachten, also die Performance sämtlicher Aktienwerte rund um den Globus oder zumindest innerhalb eines Landes.

Dies können Sie selbst nachverfolgen: Betrachten Sie sich zum Beispiel einmal den DAX-Index, der bekanntermaßen aus 30 Aktienwerten zusammengesetzt ist. Im Jahre 1987 wurde der Index ins Leben gerufen und notierte damals bei 1.000 Punkten. Heute hingegen hat der Deutsche Aktienindex vor kurzem erstmals die 14.000 Punkte-Marke überschritten. Anders ausgedrückt: Bezogen auf die DAX-Aktien haben diese innerhalb der letzten knapp 35 Jahre eine Gesamtperformance von 1.400 Prozent erzielt. Das bedeutet, dass Sie durchschnittlich mit DAX-Aktien in den letzten knapp 35 Jahren eine jährliche Rendite von über 10 Prozent erzielen konnten. In manchen Jahren gab es sogar deutliche zweistellige Renditen, während in anderen Jahren eher Verluste entstanden sind. Dies zeigt jedoch, dass die langfristige Gesamtrendite bei Aktien überdurchschnittlich hoch ist.

Risiko lässt sich auf verschiedene Weise begrenzen

Wenn etwas gegen Aktien spricht, dann nennen die meisten Anleger das aus ihrer Sicht hohe Risiko. Richtig ist, dass die entsprechende Aktiengesellschaft natürlich insolvent werden kann. Bei großen DAX-Aktien ist das relativ unwahrscheinlich, bei kleineren Nebenwerten naturgemäß wahrscheinlicher. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass es als Anleger in Grenzen selbst in der Hand haben, das Risiko der Aktienanlage zumindest deutlich zu verringern. Dazu stehen Ihnen mehrere Mittel zur Verfügung, die erwiesenermaßen das Gesamtrisiko von Verlusten um einiges reduzieren können, nämlich:

  • Diversifikation des Kapitals
  • Fachkenntnisse bei der Auswahl der Aktien
  • Stop-Loss Order nutzen
  • Depotcheck und Risikomanagement

Lassen Sie uns kurz erklären, was mit den einzelnen Maßnahmen gemeint ist. Die Diversifikation ist enorm wichtig, denn damit verteilen Sie Ihr Kapital auf verschiedene Aktienwerte. Daher wäre es nicht mehr so gravierend, wenn tatsächlich bei einer Aktie hohe Kursverluste entstehen, als wenn es sich um den einzigen Wert in Ihrem Depot handeln würde.

Eine ebenfalls wichtige Maßnahme ist ein regelmäßiger Depotcheck und ein gutes Risikomanagement. Dies beinhaltet insbesondere von zielgerichtet Überwachung der Aktien in Ihrem Depot und eventuell geeignete Maßnahmen, wie zum Beispiel Umschichtungen. Eine sehr praktische Maßnahme ist zudem die Stop-Loss Order. Sie erteilen der Bank oder dem Broker damit den Auftrag, die Aktien zu verkaufen, sollte ein Kurs unterschritten werden. So schützen Sie sich vor höheren Verlusten.

Weitere Stärken: Flexibilität und jederzeitige Verfügbarkeit des Kapitals

Zwei weitere Stärken der Aktien, die bei Anlegern häufig in Vergessenheit geraten sind, sind einerseits die hohe Flexibilität und zum anderen jederzeitige Verfügbarkeit des Kapitals. Da Aktien an einer Börse gehandelt werden, haben Sie zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, Ihr Kapital durch den Verkauf der Wertpapiere zurückzuerhalten. Lediglich bei sehr kleinen Nebenwerten kann es einmal einige Tage dauern, weil zum gewünschten Zeitpunkt keine Handelsumsätze stattfinden. Für die großen Unternehmen, beispielsweise alle DAX-Werte, ist dies allerdings nahezu ausgeschlossen.

Flexibel sind die Wertpapiere ebenfalls, denn zum einen haben Sie eine große Auswahl von mehreren Tausend Aktientiteln alleine in Deutschland. Zum anderen können Sie die Papiere in Ihrem Depot jederzeit durch Kauf und Verkauf umschichten. Ein weiterer Bestandteil der Flexibilität ist, dass Sie Aktientitel gezielt aus unterschiedlichen Branchen, Regionen oder Ländern auswählen und so eine breite Diversifikation vornehmen können.

Aktien auch zum regelmäßigen Vermögensaufbau geeignet

Ein weiterer Vorteil von Aktienpapieren ist, dass diese nicht nur zum einmaligen Investieren, sondern ebenfalls zum regelmäßigen Sparen bestens geeignet sind. Immer mehr Banken und auch Broker bieten Aktiensparpläne an, im Zuge derer Sie beispielsweise für monatlich 200 Euro von Ihnen ausgewählte Aktien erwerben können. Mittlerweile gibt es sogar Aktiensparpläne, bei denen Sie Bruchteile erwerben können. Da die Aktiensparpläne fortan automatisch seitens der Bank oder des Brokers ausgeführt werden, müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern und können auf diese Weise schon mit sehr kleinen monatlichen Beträgen von oft 50 Euro Vermögen mit den Wertpapieren aufbauen.

Aktienfonds als Alternative zu Einzeltiteln

Wer sich nicht zutraut, die Auswahl der Aktien selbst vorzunehmen und auch nicht allein auf die Empfehlung des Bank- oder Vermögensberaters hören möchte, dem bietet sich eine geeignete Alternative: Aktienfonds. In dem Fall kümmert sich nämlich die Fondsgesellschaft, explizit der Fondsmanager, um die Zusammenstellung des Portfolios. Das bedeutet auch, dass Sie Ihr Kapital indirekt in meistens mindestens 20 bis 30 unterschiedlich Aktientitel investieren, indem Sie Anteile am Aktienfonds kaufen. Somit ist diese Alternative bestens für alle Anleger geeignet, die zwar gerne von den Vorteilen profitieren möchten, die Aktien beinhalten, sich auf der anderen Seite jedoch nicht zutrauen, die Auswahl selbst vorzunehmen.